Exkursion zum Erinnerungsort Badehaus 2026

Im Rahmen der Demokratiebildung und der Verfassungsviertelstunden unternahmen die 11. Klassen anknüpfend an den Geschichtsunterricht am 14. und 15. Juli 2026, begleitet von Lehrkräften unterschiedlicher Fächer, eine Exkursion zum Erinnerungsort Badehaus im heutigen Waldram bei Wolfratshausen.

Das bot uns die Gelegenheit, regionale Geschichte außerhalb des Klassenzimmers kennenzulernen und mehr über das Schicksal der Bewohner von Föhrenwald und Waldram zu erfahren.
Der Erinnerungsort Badehaus gedenkt als Museum mehrerer Epochen regionaler Geschichte: während der NS-Zeit wurde die Siedlung als Unterbringung für Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen der Rüstungsbetriebe genutzt, als jüdisches DP Lager (Displaced Persons Lager) bot Föhrenwald Shoah-Überlebenden Zuflucht, und später fanden dort schließlich auch katholische Heimatvertriebene ein Zuhause. Dass das Badehaus nun als historisch wertvolles Museum erhalten bleibt, ist einer engagierten Bürgerinitiative zu verdanken.
Während der Führung und der eigenen Erkundung erhielten wir Einblicke in die mehrstöckige Dauerausstellung. Neben historischen Dokumenten und Ausstellungsstücken prägte vor allem das weite Hintergrundwissen der Ehrenamtlichen den Rundgang und ermöglichte ein tiefes Eintauchen in die Geschichte.
Insgesamt hat uns die Exkursion gezeigt, wie aktuell und wichtig lokale Geschichte ist und wie zentral eine aktive Erinnerungskultur für die Allgemeinheit ist.
Lillian Litzka, Samuel Stein, Julia Geiger, Quirin Lang, 11b

Einen magischen Abend

bescherte das Projekt TÖLZER COMMON SYMPHONY zahlreichen Gästen in der Tölzer Marktstraße.
Bei Kaiserwetter gaben das mit annähernd 250 Musikerinnen und Musikern opulent besetzte Sinfonieorchester und der Chor vier Werke aus unterschiedlichen Stilrichtungen zum Besten und provozierten Begeisterungsstürme bei den Besuchern.


Auf Initiative der Sing- und Musikschule, des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums und der Tölzer Stadtkapelle hatte man sich gemeinsam auf einen neuen Weg gemacht: Mittels geschickter Programmauswahl wollte man möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich niederschwellig am Projekt zu beteiligen. Spontan und mit nur wenigen oder keinen Proben für routinierte Musikerinnen und Musiker oder aber nach gründlicher individueller oder unterrichtlicher Vorbereitung für Andere. Bei all dem sollte jedoch der weithin bekannte künstlerische Anspruch der handelnden Institutionen nicht auf der Strecke bleiben. Ein Spagat, der ganz offenbar gelungen und klangvoll überzeugend war.
Unter der musikalischen Leitung von Eva Emmler, Martin Schnitzer, Sepp Kronwitter, Harald Roßberger und Stephanie Waldherr (Chor) begeisterten junge, ältere, erfahrenere und wenig erfahrene Menschen mit ihrer Musik im schönsten Konzertsaal des Oberlands, wie die Tölzer Marktstraße gerne bezeichnet wird.
Dank der engen Zusammenarbeit mit und der bewährten Organisation durch das städtische Referat für Tourismus und Kultur als Veranstalterin konnte ein riesiges musikalisches Fest in der Marktstraße gefeiert werden. Die hundertfach erfolgten, begeisterten Rückmeldungen aus den Kreisen der Mitwirkenden und Zuhörenden könnte die Verantwortlichen ermutigen, wieder einmal zu einer zweiten TÖLZER COMMON SYMPHONY einzuladen.

Pride Week 2026

Das Gabriel-von-Seidl-Gymnasium beteiligte sich auf Initiative des „AK Demokratiebildung“ vom 22.-26.6.26 an einer Aktionswoche zur Toleranz gegenüber gelebter Vielfalt, die in der Region an mehreren umliegenden Schulen, so der Realschule Tegernseer Tal, dem Gymnasium Geretsried, der FOS/BOS Bad Tölz und der Realschule Bad Tölz durchgeführt wurde.

Neben der in dieser Woche an der Außenfassade der Schulen sichtbaren Regenbogen-Flagge gab es einige Aktionen: So spielte der Kabarettist „Malte Anders“ vor den 8. Klassen der Realschule und des Gymnasiums sein Stück „Homologie“, es wurden mehrere Kunstprojekte gestaltet und eine Ausstellung zum Thema „Queer lives“ im Schulhaus gezeigt. Höhepunkt war eine von den Schülersprecherinnen koordinierte, lebendige Regenbogenflagge, gebildet durch Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums und der FOS/BOS Bad Tölz, die sich freiwillig an der Aktion beteiligten und so Flagge zeigten für Vielfalt an unseren Schulen.

2. Preis des Volksbundes für die Dokumentation

„Bad Tölz in der NS-Zeit. Orte, Namen, Schicksale“
Anita Bittner, Julia Rau
„Gemeinsam für den Frieden“ – unter dieses Motto stellt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge seine Gedenkarbeit und insbesondere die Förderung von Jugend- und Bildungsprojekten. Der landesweite Schülerwettbewerb 2026 war zum Thema „Spurensuche. 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges“ ausgeschrieben worden. Das P-Seminar Deutsch/Geschichte des Schuljahres 2025/2026 wurde nun mit dem 2. Preis und einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro für seine Dokumentation „Bad Tölz in der NS-Zeit. Orte, Namen, Schicksale“ ausgezeichnet. Die Urkunde verlieh am 10.7.26 der Kreisbeauftragte Florian Völler den Schülerinnen und Schülern, die sich in ihren Recherchen und der 25-minütigen Dokumentation in besonderer Weise und kreativ um die Erinnerung an die NS-Herrschaft in ihrer Region verdient gemacht hätten, wie Herr Völler in seiner Laudatio betonte. Somit bewahrten sie ein unbequemes Erbe, das in Zeiten des Rechtsrucks und des vermehrten Auftretens rechtsextremer Handlungen z.B. in KZ-Gedenkstätten enorm wichtig sei.


Die Gedenkarbeit wird im kommenden Schuljahr im Rahmen eines Wahlkurses „Demokratie braucht Gedenkarbeit. Konzeption eines Ge(h)denkweges durch Bad Tölz“ mit interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9-13 und in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fortgesetzt werden.
Der Film ist unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=ZsrAYyrPdlQ oder durch folgenden QR-Code abrufbar:

TÖLZER COMMON SYMPHONY

TÖLZER COMMON SYMPHONY – Einladung zur Mitwirkung

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Schulfamilie, lieber Musikantinnen und Musikanten in und um Bad Tölz,

in Kürze beginnen die Proben für unser erstes TÖLZER COMMON SYMPHONY Konzert in der Tölzer Marktstrasse.

Dabei handelt es sich um ein neues Kooperationsprojekt von Gymnasium, Sing- und Musikschule und der Tölzer Stadtkapelle und ein ganz neues Konzertformat in Tölz und Region.

Denn: Sie alle/ ihr alle – und auch Ihre/ eure Freundinnen, Freunde, Verwandte, Bekannte – könnt dabei sein und als Sängerin oder Sänger, als Musikerin oder Musiker mitwirken oder einfach nur als Zuhörende/r dazu kommen.


Es haben sich bereits über 200 Menschen ganz verschiedenen Alters angekündigt und es werden jeden Tag mehr.

Sollten Ihnen/ Euch die Instrumentalstimmen noch zu schwer sein, können diese gerne vereinfacht werden oder auch einzelne Passagen oder ganze Stücke weggelassen werden.

Aufführungstermin ist der 17. Juli 2026, 19 Uhr, (untere) Marktstraße (Ersatztermin 19.7.)

(optionale) Probentermine: 7. (18 Uhr), 11. (9 Uhr), 14. (18 Uhr) und 16. Juli (18 Uhr) in unserer Aula (Gymnasium)

Alle Informationen dazu (Termine/ Zeiten, Stücke, Notendownload, mögliche Instrumente usw.) finden Sie über die angehängten Flyer oder direkt hier:

https://musikschule-toelz.de/toelzer-common-symphony/

Sommerkonzert 2026

Musikalische Vielfalt begeistert das Publikum

Mit zwei beeindruckenden Konzertabenden im voll besetzten Tölzer Kurhaus begeisterten an die 200 Schülerinnen und Schüler des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums ihr Publikum. Mehrere Chöre, zwei Orchester, Flötenensemble, Bigband und die beiden Schulbands nahmen die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine abwechslungsreiche musikalische Reise durch verschiedene Länder, Kulturen und Musikstile. Von Antonín Dvořáks Aus der Neuen Welt über Edvard Griegs Peer Gynt, irische und jiddische Volksmusik, Klassikern wie My Way bis hin zu einem mitreißenden Queen-Medley spannte sich ein abwechslungsreicher musikalischer Bogen.


Die enorme stilistische Bandbreite sorgte dafür, dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Charmant und kurzweilig führten Abiturienten Lenny Achatz und Kilian Widmann durch den Abend und gaben dem Publikum interessante Einblicke in die einzelnen Beiträge und Hinter die Kulissen der Probenarbeit. Die Begeisterung der Mitwirkenden übertrug sich spürbar auf den Saal, der die Darbietungen mit lang anhaltendem Applaus würdigte.
Hinter dem gelungenen Konzert standen viele Monate intensiver Vorbereitung. Während der Probentage in Possenhofen und der traditionellen Probenwoche in Burghausen arbeiteten die Ensembles konzentriert an ihrem Programm und wuchsen dabei auch als Gemeinschaft zusammen. Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen leistete außerdem das Technik- und Eventteam des Gymnasiums, das Ton, Licht und Organisation eigenverantwortlich übernahm.
Im gemeinsamen Musizieren und Wirken entwickeln die Schülerinnen und Schüler Kreativität, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Wertschätzung – Werte, die weit über den Konzertabend hinaus von Bedeutung sind. „Das eigentliche Ziel der musikpädagogischen Arbeit“, betonte Eva Emmler, „ist jedoch nicht das hörbare Ergebnis im Konzert.“ Die Aufführungen sollten die Zuhörenden zwar bestmöglich unterhalten, die musikpädagogische Zielsetzung sei jedoch der individuelle und gemeinsame Weg dorthin, der von den sieben mitwirkenden Lehrkräften mit großem Engagement gefördert, gestaltet und begleitet werde. Das begeisterte Publikum dankte allen Mitwirkenden mit großem Applaus und machte die beiden Konzertabende zu einem eindrucksvollen Höhepunkt des Schuljahres.
Das nächste musikalische Großereignis steht derweil schon unmittelbar bevor: Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnen und Sänger jeden Alters sind herzlich eingeladen im Kooperationsprojekt TÖLZER COMMON SYMPHONY des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums mit der Sing- und Musikschule sowie der Tölzer Stadtkapelle mitzuwirken. Die optionalen Proben beginnen bereits am 7. Juli 2026. Alle weiteren Informationen für jung und alt sowie Noten zum Download dazu finden Sie unter https://musikschule-toelz.de/toelzer-common-symphony/

Musik und Kunst im Tölzer Stadtmuseum

Kunst und Musik wurden den Besucherinnen und Besuchern des Tölzer Stadtmuseum gemeinsam geboten: Die Schülerinnen und Schüler des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums waren eingeladen, eine musikalische Matinée im Rahmen der Kunstausstellung des Kunstvereins Tölzer Land e.V. zu gestalten sowie eigene Exponate auszustellen.


Zehn Schülerinnen und Schüler aus dem Musischen Zweig sowie aus dem Leistungsfach Musik präsentierten am 10. Mai 2026 mit Flöten, Klarinetten, Klavier, Harfe und Gesang (Leitung Eva Emmler) einen abwechslungsreichen musikalischen Blumenstrauß inmitten von vielfältigen und kreativen Exponaten. Sie spielten Originalkompositionen und Bearbeitungen von berühmten Komponisten wie Corelli, Mozart, Brahms, Strauß oder Abba, aber auch weniger bekannte Werke von Deborah Hensen-Conant und John Thomas. Die Zuhörenden waren von der Leidenschaft, der Ernsthaftigkeit und dem Können der jungen Musizierenden offensichtlich beeindruckt.
Während des gesamten Ausstellungszeitraumes konnten zudem Werke des Leistungsfaches Kunst (Leitung Stephanie Pütz) bestaunt werden. Auch diese fanden großen Anklang unter den Betrachtenden sowie unter den Mitgliedern des Kunstvereins und zeugten von künstlerischer Eigenständigkeit, Kreativität und Ausführungskraft.
Das Gymnasium sagt dem Tölzer Kunstverein e.V. herzlichen Dank für diese Einladung und gelungene Kooperation!

Zweiter Kammermusikabend in diesem Schuljahr

Am 28. April 2026 fand der zweite Kammermusikabend im laufenden Schuljahr statt. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler präsentierten dabei ihr musikalisches Können in abwechslungsreichen Ensembles und solistischen Beiträgen.


Das Publikum erlebte einen vielseitigen und kurzweiligen Abend mit Werken aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen – von klassischer Kammermusik bis hin zu modernen Arrangements. Die jungen Musikerinnen und Musiker, die meist den Musischen Zweig des Gymnasiums besuchen, überzeugten durch ihr engagiertes Zusammenspiel, ihre Ausdrucksstärke und ihre große Freude an der Musik. Besonders erfreulich war es, dass sich auch bereits einige Fünftklässler auf die Bühne wagten, um ihr musikalisches Können darzubieten.
Beeindruckend war auch die große Bandbreite der Besetzungen: So war vom Kontrabasssextett über klassische Besetzungen wie ein Klarinettenquartett bis hin zu bunt gemischten Besetzungen allerhand geboten. Auch solistische Instrumental- als auch Gesangsbeiträge sorgten für ein abwechslungsreiches Programm und eine besondere Konzertatmosphäre.
Der Kammermusikabend zeigte einmal mehr, welchen wichtigen Stellenwert die musikalische Bildung am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium einnimmt. Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden sowie allen den betreuenden Musiklehrkräften für die Vorbereitung und Durchführung des gelungenen Konzertabends.

„Stumme Hunde woll‘n wir nicht sein!“

„Stumme Hunde woll‘n wir nicht sein!“ Fortsetzung der Gedenkarbeit am 29.4.26
von Julia Rau und Anita Bittner
Auf den Tag genau 81 Jahre ist es her, seit das KZ Dachau befreit wurde – und knapp ein Jahr ist vergangen, seit wir in Kooperation mit der SMV den am 30.4.1945 durch Bad Tölz führenden Todesmarsch ins Bewusstsein der Bevölkerung rückten und im Beisein von Abba Naor am Mahnmal eine würdige Feier in größerem Rahmen gestalteten. Seither wurde in vielfältiger Art und Weise – z.B. mit einem erneuten Zeitzeugengespräch mit Abba Naor sowie der Pflanzaktion eines Korbiniansapfels im Schulhof – die Gedenkarbeit an die Opfer der NS-Zeit wachgehalten.


Dass der symbolträchtige Korbiniansapfel gerade auch neben dem Mahnmal in Bad Tölz seinen Platz erhalten soll, wurde ein sehr nachvollziehbarer Wunsch des katholischen Stadtpfarrers Peter Demmelmair. Nur musste noch der passende Rahmen gefunden werden. So nahm Herr Demmelmair Kontakt zu den Mitgliedern unseres AK Demokratiebildung auf, die nun ihrerseits ein Projekt mit Walter Steffen und Roland Herzog initiierten.


Mit der Vorführung des Dokumentarfilms von Walter Steffen „Ein stummer Hund will ich nicht sein“ wurde nun 50 in schulischen Wahlkursen und der SMV besonders engagierten Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 9-12 das Leben des „Apfelpfarrers“ Korbinian Aigner in all seinen Facetten und auf sehr kreative und intensive Weise in der Franzmühle vermittelt. Anschließend sprach der anwesende Regisseur sehr eindringlich zu den Jugendlichen und beantwortete ihre zahlreichen Fragen. Dabei ging es nicht nur um die Herstellung und Finanzierung von Filmen, sondern auch um den Beweggrund für die Thematik des Films und die Umsetzung, die Walter Steffen und seinem Filmteam viel abverlangten und sie manchmal auch an die Grenze des Finanzierbaren und psychisch Verkraftbaren führten. Das Filmgespräch wurde durch den Förderverein unserer Schule großzügig unterstützt.


Die anschließende Pflanzaktion vollzog sich dann bei schönstem Sonnenschein und mit großer Tatkraft durch alle Beteiligten. Herr Herzog setzte den jungen Baum, Herr Demmelmair machte auf das Wunder der Natur aufmerksam, die Jugendlichen schaufelten das Loch zu, gossen das Bäumchen und Herr Steffen dankte für diese Aktion im Sinne eines friedlichen und hoffnungsvollen Miteinanders, das von den jungen Menschen weitergetragen werden möge.

Kammermusikabend April 2026