Englisches Theater für alle Jahrgangsstufen
Am Donnerstag und Freitag (16.7. + 17.7.2026) zog eine ungewöhnliche Unruhe durch das Gabriel-von-Seidl-Gymnasium: die Crime-Rate stieg – wenn auch nur auf der Bühne. Die reisende Theatercompagnie PHOENIX machte mit ihren drei englischsprachigen Inszenierungen Station an der Schule und verwandelte die Aula teilweise in Tatorte.

In dem Musical „Saddle Up“ für die Unterstufe wurden Gold und Diamanten geraubt. Wie gut, dass der Sheriff aufpasste! Unter Einbeziehung vieler Kinder und auch von Lehrkräften, die auf Steckenpferden in die Prärie geschickt wurden, konnte ein „Happy Ending“ herbeigeführt werden.

Das Stück „New Beginnings“ für die Mittelstufe behandelte das Thema Immigration. Im Mittelpunkt stand ein junges Mädchen, das von Europa in die USA auswanderte, um dort den „American Dream“ zu leben. In klarer Sprache wurden Fremdsein und Aufbruch thematisiert — ein Stoff, der unsere Jugendlichen berührte.
Blutrünstig ging es in Shakespeares Stück „Richard III“ zu. Wer hätte gedacht, dass nur ein Engländer und eine Engländerin nötig sind, um alle Kontrahenten von Richard III zum Leben zu erwecken (und dann gleich wieder zu ermorden)? Zugegeben – die Mithilfe zahlreicher Jugendlicher aus den Jahrgangsstufen 10 bis 12 war bitter nötig. Ein paar Requisiten reichten als Erkennungszeichen aus, um deutlich zu machen, wer gerade erdolcht, erstickt oder im Schlachtgetümmel um die Ecke gebracht wurde.
Bemerkenswert war, wie viel von den altersgerecht bearbeiteten Texten die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erfassten — und wie lebendig sich Sprache zeigte, wenn sie im Spiel erfahrbar wird. Für das Publikum waren die Aufführungen eine willkommene Abwechslung zum regulären Englischunterricht: nicht als bloße Ergänzung, sondern als lebendiges Labor für Empathie, Sprache und Theaterkunst.



