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Känguru der Mathematik – Knobeln auf hohem Niveau
/in Aktuelles, MathematikVerantwortung tragen, Erinnerung bewahren
/in Aktuelles, Fächer, Geschichte/SozialkundeVerantwortung tragen, Erinnerung bewahren
Zeitzeuge Roman Haller zu Besuch am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium Bad Tölz
Mit diesen eindringlichen Worten begann Roman Haller seinen Besuch an unserer Schule am 24. März 2025. Nach der Filmvorstellung von Irena’s Vow, die wir als Q12 auf Englisch sehen durften, hatten wir die Möglichkeit, mit ihm in einer offenen und entspannten Gesprächsrunde über seine Geschichte zu sprechen. Sein Besuch war eine beeindruckende und bewegende Erfahrung, die uns allen die abscheulichen Gräueltaten des Nazi-Regimes auf tief gehende Weise näherbrachte und uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Der Film basiert auf den Erinnerungen von Irena Gut-Opdyke und Haller bestätigte: Die dargestellten Ereignisse sind wahr. Die Geschichte, die uns der Film erzählte, spielte sich genauso ab. Während des Zweiten Weltkriegs entschied sich die junge polnische Haushälterin Irena, 12 Juden in einem
geheimen Raum im Keller des Hauses eines deutschen Majors zu verstecken. Sie riskierte ihr Leben, um Menschen zu retten – darunter auch Hallers Eltern.
Haller berichtete von der Zeit, die seine Eltern im Ghetto verbringen mussten. Rund 13.000 Menschen lebten dort auf engstem Raum, doch die größte Last war nicht die Raumnot, sondern die ständige Angst: die Angst vor Selektion, vor Deportation, vor dem Tod. Beide Elternteile wurden zur Zwangsarbeit gezwungen – sein Vater zu schweren Bauarbeiten, seine Mutter musste die Uniformen der Nazis in mühsamer Handarbeit waschen. Die Tätigkeiten hatten nichts mit ihren eigentlichen Berufen zu tun, doch sie mussten sich, wie viele andere Juden, fügen, um zu überleben.
Als sich die Situation weiter zuspitzte und es im Haus des Majors nicht mehr sicher war, ging Irena noch einen Schritt weiter: Sie versteckte die 12 Menschen in einem Wald bei Tarnopol (damals Polen/ heute Ukraine), in einem notdürftig eingerichteten Bunker. In diesem Bunker wurde Roman
Haller geboren – mit Hilfe eines ukrainischen Försters, da es keinen Arzt gab, dem sich Irena anvertrauen konnte. Doch die Geburt blieb nicht unumstritten, so diskutierten die 12 Versteckten wohl schon vor der Geburt über eine Abtreibung oder darüber, ob man das Kind nach der Geburt am Leben lassen solle. Hintergrund dieser Diskussionen war die Angst, durch das nicht vorhersehbare oder kaum beeinflussbare Verhalten entdeckt zu werden und somit den Nazis hilflos ausgeliefert zu sein. Am Ende entschied man sich dann glücklicherweise für das Leben Roman Hallers. Die Rettung kam kurz nach der Geburt: Die Rote Armee befreite die Gruppe und schenkte ihnen eine Zukunft.
Nach dem Krieg begannen für Hallers Eltern neue Herausforderungen. Wie viele andere Überlebende wollten sie Europa verlassen, am liebsten nach Amerika. Doch, wie uns Haller erzählte, war ein Visum schwer zu bekommen, und der Prozess dauerte bei manchen über zwölf Jahre lang. In der Zwischenzeit lebten sie in einem Auffanglager in München-Freimann, fanden eine Wohnung in München am Romanplatz und bauten sich ein neues Leben auf. Als das Visum nach drei Jahren endlich genehmigt wurde, war es wohl zu kurzfristig – sie blieben in München, bis zu ihrem Tod.
Und was wurde aus Irena? Lange Zeit wusste Haller nichts über ihr Schicksal. Erst in den 1990er Jahren bekam er überraschend einen Brief aus Los Angeles, wo Irena nun lebte. So fanden sie wieder zusammen, besuchten sich und hielten den Kontakt. Auch der Major, der Irena als Haushälterin beschäftigt hatte und sie schließlich unterstützte, blieb für Haller eine wichtige Figur. Er sah ihn nach dem Krieg als Großvater und freute sich immer, wenn er die Familie besuchte. Auf die Frage, warum der Major nach dem Krieg nicht als Nazi verhaftet wurde, erklärte Haller, dass der Major nachweislich üdisches Leben gerettet hatte. Er war im Ghetto lediglich für den Fuhrpark zuständig gewesen – für
Haller war er kein Täter, sondern ein Mensch, der, wenn auch beiden Seiten, geholfen hat. Besonders eindrücklich war der Moment, als Haller schilderte, wie seine Eltern nach der Befreiung mit den Deutschen umgingen. Misstrauen war überall. Wer war diese Person auf der Straße? Hatte sie etwas mit dem Leid der Familie zu tun? Seine Mutter wich jahrelang Uniformierten aus, wechselte die Straßenseite, sobald sie Polizisten sah. Erst mit der Zeit ließ die Angst nach. Hass jedoch, betonte
Haller, trugen seine Eltern grundsätzlich nicht in sich. Gedenkkultur und Erinnerung sind Haller auch heute noch ein wichtiges Anliegen. Er appellierte an uns, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Dabeisei es essenziell, sich nicht nur informieren zu lassen, sondern Informationen kritisch zu hinterfragen – besonders in unserer heutigen digitalen, schnelllebigen Welt.
Einen Satz wollte Haller uns zum Abschluss der Gesprächsrunde jedoch nicht vorenthalten und ich möchte diesen Ihnen, geehrte Leserinnen und Leser, sowie euch, liebe Mitschülerinnen und Mitschüler, gerne ebenfalls mit auf den Weg geben. Er stammt von der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, die sagte: „Wir sind alle gleich – es gibt kein christliches, muslimisches, jüdisches Blut. Es gibt nur menschliches Blut.“
Fidel Schwichtenberg, Q12
Besuch der Gedenkstätte Dachau
/in Aktuelles, Geschichte/Sozialkunde, UncategorizedEindrücke von Schülern und Schülerinnen der neunten Jahrgangsstufe 2024
Am 17. April 2024 besuchten alle neunten Klassen wie jedes Schuljahr im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Gedenkstätte Dachau. Dort konnten die Schüler und Schülerinnen sich zunächst in der Ausstellung ein Bild von dem Konzentrationslager Dachau machen, bevor sie von ausgebildeten Kollegen und Kolleginnen des Effner-Gymnasiums Dachau eine Führung durch die Gedenkstätte bekamen.
Dieser Besuch der Gedenkstätte hinterließ einen nachhaltigen Eindruck auf unsere Schüler und Schülerinnen und ist damit ein wichtiger Beitrag im Rahmen der Behandlung dieses dunklen Kapitels deutscher Geschichte.
Katharina Schambeck
Eindrücke von Schülern und Schülerinnen
Emily Charlotte Horwarth und Annika Mang (9c)
Erfolg beim Landeswettbewerb Mathematik
/in Aktuelles, Mathematik, UncategorizedDie anspruchsvollen Aufgaben des 25. Landeswettbewerbs Mathematik begeisterten in diesem Schuljahr auch drei Schüler des Gabriel-von-Seidl Gymnasiums so sehr, dass sie in ihrer Freizeit äußerst ausdauernd über den geometrischen und zahlentheoretischen Herausforderungen brüteten. Die Anforderungen dieses Wettbewerbs sind mit einer Bayerischen Meisterschaft in einer Sportart vergleichbar.
In der ersten Runde trat Freya Werner (9a) als Einzel-Knoblerin an. Sie erhielt gute 9 von 16 möglichen Punkten und konnte einen 3. Preis erreichen. Als Team traten auch Jonas Grandy (10b) und Christoph Strickstrack (10a) an. Gemeinsam konnten sie sich über 13 Punkte freuen. Damit verbunden war die Zulassung zur anspruchsvollen 2. Runde des Wettbewerbs.
In dieser 2. Runde trat Jonas dann alleine an. Er konnte zu drei Aufgaben eine gute Lösung abgeben. Von den Korrektoren bekam er viel Lob für seine eleganten und vollständigen Lösungen. Insgesamt konnte Jonas 10,5 von 12 möglichen Punkten erreichen. Dies ist eine Spitzenleistung, wenn man bedenkt, dass er damit zu den besten 60 Mathematikern in Bayern gehört!
Verbunden mit dieser Leistung ist einerseits die Teilnahme an einem mehrtägigen mathematischen Seminar mit spannenden Themen und Referenten und andererseits der Titel „Landessieger Mathematik Bayern 2023“.
Zu dieser besonderen Leistung gratuliert die Fachschaft Mathematik ganz herzlich!
OStD H. Küst freut sich mit dem erfolgreichen Schülern Jonas Grandy über seine Leistungen beim 25. Landeswettbewerb Mathematik:
Christian Penzholz
Willkommen am GvS
/in Aktuelles, UncategorizedHerzlich Willkommen am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium Bad Tölz. Diese Homepage ist höchstwahrscheinlich 2026 online.