Fake News, Vergiftungen und Flugkosten
Von Jessica Unglaub
Was haben Fake News, Vergiftungen und Flugkosten gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch diese Themen waren es, die Sophie Menner, Journalistin beim Bayerischen Rundfunk, und Julius Seibt, freier Journalist, für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8b und 11c des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums Bad Tölz im Gepäck hatten.

In den Deutschstunden am 20. März veranschaulichten die Gäste die Entstehung von Desinformation mit Hilfe der Flüsterpost, um dann Tipps zu geben, wie man Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen kann. Sie punkteten bei den Schülerinnen und Schülern auch durch Einblicke in investigative Recherchearbeit am Beispiel einer großen Reportage über eine Kupfermine in Peru, die ursächlich für Vergiftungen bei der dortigen Bevölkerung ist. Alltägliche Herausforderungen des Journalistenberufs stellten die beiden ebenfalls vor, beispielsweise die Finanzierung der Aufwände, wie Flugkosten, oder Gefahren, denen Korrespondentinnen und Korrespondenten in Kriegsgebieten ausgesetzt sind.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Vorstellung von Merkmalen des Qualitätsjournalismus unter Berücksichtigung des deutschen Pressekodexes, gleichsam eine Werbung für die gezielte Auswahl qualitativ hochwertiger Informationsquellen. Zu nennen ist hier zum Beispiel, dass allen inhaltlich betroffenen Seiten vor Veröffentlichung eines Artikels die Möglichkeit gegeben wird, sich zu den Ergebnissen einer Recherche zu äußern.
So erlebten die beiden Klassen einen kurzweiligen Vormittag mit viel Raum für Fragen zu zahlreichen Facetten des Journalistendaseins, die Menner und Seibt sehr offen und mit hohem Engagement beantworteten. Auf Interesse stießen neben vielem anderen die Themenfindung für Artikel sowie Berufseinstieg und -aussichten für Journalistinnen und Journalisten. Ermöglicht wurde der Besuch durch die Initiative „Journalismus macht Schule“.



