Abschlussveranstaltung der Europäische Janusz Korczak Akademie e.V.

„Erinnerung leben – Zivilcourage zeigen“ am 2. Dezember im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
Von Katharina Schambeck
Diese Veranstaltung blickte auf die Ergebnisse der Reihe zurück, bot Raum für Begegnung und Austausch und setzte ein gemeinsames Zeichen für die Zukunft einer aktiven Erinnerungskultur.
Im Rahmen der ganzjährigen EJKA-Veranstaltungsreihe „Erinnerung leben – Zivilcourage zeigen“ wurde der Film „Irena‘s Vow“ gezeigt. Im Mittelpunkt steht eine Polin, die mehrere Jüdinnen und Juden versteckt und somit vor dem Holocaust gerettet hatte. Der Film zeigt, wie wichtig Zivilcourage ist, und wie viel ein einziger Mensch bewirken kann. Mit dem Film sollen vor allem Jugendliche für Geschichte und Erinnerungsarbeit sensibilisiert werden. In der Abschlussveranstaltung wurde auch diskutiert, wie die Erinnerungsarbeit der Zukunft aussieht – wie Jugendliche erreicht werden können, auch wenn es keine Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mehr gibt.
Das Programm begann mit einem Grußwort der Staatsministerin Ulrike Scharf, sie betonte u.a.:
„Wir halten Auschwitz im Bewusstsein – um der Opfer willen, um unserer Verantwortung willen. Die Vergangenheit mahnt uns, zu welchem Unrecht der Mensch fähig ist. Das Leid, das den Menschen in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern angetan wurde, trifft uns mitten ins Herz. Umso wichtiger ist das Gedenken. Erinnern heißt begreifen, was war, was ist, was werden kann.“
Die Präsidentin der EJKA, Eva Haller, erklärte im Anschluss: „Das Projekt ´Erinnerung leben – Zivilcourage zeigen‘ hat uns viele Facetten der erlebten Geschichte gezeigt. Besonders wichtig waren die Begegnungen und die Gespräche zwischen den Generationen. Die Fackel der Erinnerung wird weitergetragen als Mahnung, Auftrag und Hoffnung.“
Es folgten Beiträge der Kooperationspartner, wie z. B. des BLLV, Vertreter von Volkshochschulen, und die Tanzvorstellung einer ukrainischen Schülergruppe. Katharina Schambeck und Fidel Schwichtenberg (Q13), als Vertreter des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums, blickten in ihrem Redebeitrag zunächst auf den Besuch von Roman Haller im letzten Jahr zurück. Sowohl der Film „Irena‘s Vow“ als auch das Gespräch mit Herrn Haller hatte unsere Schülerschaft sehr beeindruckt.

Im Weiteren gaben sie einen Überblick über die so nachhaltigen Veranstaltungen an unserem Gymnasium, wie u.a. den Besuch von Professor Wolfssohn, das Zeitzeugengespräch mit Abba Naor mit dem anschließenden Schweigemarsch anlässlich der Erinnerung an den Todesmarsch in Bad Tölz 1945, um schlussendlich auf das zukunftsweisende Pflanzen des Korbinian Aigner Apfelbaumes in unserem Schulhof zu verweisen.