Aufbaumodul zur beruflichen Orientierung

Aufbaumodul zur beruflichen Orientierung (Q13): Bewerbungsnachmittag am 10.2.26
von Anita Bittner (KBO)

Wie läuft ein Bewerbungsgespräch eigentlich genau ab? Was ist ein „Assessment-Center“? Welche Anforderungen an Bewerbungen haben amerikanische Firmen? Welche Rolle spielt die KI im Bewerbungsprozess? Wie verkaufe ich mich bestmöglich und trete souverän auf?


Solche Fragen standen im Zentrum des Bewerbungsnachmittags der Q 13, an dem in vier wählbaren Modulen das Thema „Bewerbung“ durch Externe aus der Praxis beleuchtet und für unsere Schülerinnen und Schüler greifbar wurde. Wir konnten zum einen drei Recruiterinnen gewinnen, die seit mehreren Jahren Bewerbungen sichten und Bewerbungsgespräche führen: Lisa Ertl vom Institut für Bauphysik des Fraunhofer Instituts sowie Miriam Klier und Angelika Bernhart von NetApp München. Herr Florian Nar von der AOK Bad Tölz präsentierte das Thema „Assessment Center“, die Theaterpädagogin Melina Schmoll von „Spiel Schau“ leitete einen Theater-Workshop, in dem die Schülerinnen und Schüler interaktiv Bewerbungs-Situationen nachspielten und ihr selbstbewusstes Auftreten trainierten.


Das Feeback unserer Schülerinnen und Schüler:
„Ich bin sehr froh, das Modul bei Lisa Ertl besucht zu haben, da sie mir wesentlich die Angst vor einem Bewerbungsgespräch genommen hat. Sie hat mir nicht nur konkrete Werkzeuge für die
Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche an die Hand gegeben, sondern vor allem meine innere Haltung zu diesem Thema verändert. Ich gehe jetzt entspannter und neugieriger an die Sache heran und verstehe das Gespräch als Chance für beide Seiten. Dieser Perspektivwechsel ist für mich der größte Gewinn des Tages.“
„Der Theater-Workshop hat uns spielerisch beigebracht, wie ein Bewerbungsgespräch nicht ablaufen und worauf man achten sollte. Wir haben sehr viel gelacht und einen schönen Nachmittag gehabt.“
„Der Vortrag von Miriam Klier und Angelika Berhart war spannend gestaltet und sehr interessant!“

Selbsterkundung und Zusammenwachsen

Die Orientierungstage der 12. Jahrgangsstufe in Benediktbeuern
Von Veronika Moosmair, Q12

Das neue Schuljahr hat begonnen – und für uns die 12. Jahrgangsstufe. Auch das Abitur rückt in greifbare Nähe und die Frage nach der Zukunft taucht auf. Was mache ich nach dem Abitur? Welchen Beruf möchte ich ausüben? Die Orientierungstage, die wir von Mittwoch, den 24.09.2025, bis Freitag, den 26.09.2025, in Benediktbeuern verbringen durften, sollten uns bei genau diesen Lebensentscheidungen helfen und uns auch als Jahrgangsstufe mehr zusammenwachsen lassen. Am Mittwoch setzten wir uns in unseren ABO-Gruppen (die Gruppen, in denen wir das Aufbaumodul zur beruflichen Orientierung absolvieren) mit unseren Werten auseinander. Wir ordneten Werte entsprechend unseren Prioritäten und jeder dachte auch individuell über die eigenen Werte nach. Zum Abschluss machten wir mit unserer ABO-Gruppe ein Spiel zum Teambuilding. Wir besprachen auch, welche Werte bei solchen Gruppenaufgaben essentiell sind.

Teambuilding


Nach dem Abendessen fand der Alumni-Abend in Form von Gesprächen mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums statt. Wir konnten aus einer Vielzahl an verschiedenen Bereichen (z.B. Notfallrettung, Polizei, Umweltingenieurwesen, Informatik, Psychologie, Design, Kulturwirtschaft) unsere Workshops wählen. Die Gespräche waren sehr hilfreich. Man erfuhr etwas über die Werdegänge der Referentinnen und Referenten sowie die Themen und Fächer in Studium oder Ausbildung. Es war sehr interessant, die verschiedenen Lebensentwürfe zu erfahren und so auch für das eigene Leben neue Ziele oder Ideen zu entwickeln beziehungsweise zu konkretisieren.

Im Gespräch mit den Rettungssanitätern

Unseren Informationsreichen Tag beendeten wir mit der „Guten Nacht“, einem Angebot des Aktionszentrums mit meditativen Impulsen für unser Leben. Am nächsten Tag standen für uns zwei Workshop-Runden auf dem Programm. Es gab Workshops zur Bewältigung von Krisen, zu den eigenen und zwischenmenschlichen Grenzen und deren Überwindung, zum Leben in Beziehungen, zur Politik, zum Streiten bzw. zum Umgang mit Konflikten und zum Klimawandel. Abends konnten wir uns aussuchen, ob wir an einem Spieleabend, einer Klosterführung, einer Traumreise, einer Nachtwanderung, einer Infoveranstaltung zum Freiwilligendienst im Ausland oder dem Klettern teilnehmen wollten. Nach diesem Programm blieb uns Freizeit, die wir wieder mit Spielen, Tischtennis, Billard und sehr unterhaltsamen Gesprächen verbrachten. Dabei war sehr schön, dass wir neben unseren Freunden auch Zeit mit anderen Mitschülerinnen und Mitschülern verbrachten, die man sonst nur vom Sehen kannte. Um 22.30 Uhr wurde wieder die „Gute Nacht“ angeboten.
Der Freitag war erneut der beruflichen Orientierung gewidmet. Bevor wir in die
Orientierungstage gestartet waren, hatten wir in einem Mebis-Selbstlernkurs einige Arbeitsaufträge bearbeiten sollen. Wir hatten u.a. eine Mind-Map mit unseren Interessen, Begabungen, Zielen, Werten, Hobbies und Berufsideen erstellt sowie einen Interessenstest durchgeführt. Über die Ergebnisse tauschten wir uns in den ABO-Gruppen untereinander und mit unseren ABO-Lehrkräften aus. Zum Schluss durften wir einen Brief an unser Zukunfts-Ich mit unseren derzeitigen Gedanken, Berufs- und Zukunftsvorstellungen und Zielen, aber auch Sorgen, Wünsche und Hoffnungen im Hinblick auf die Qualifikationsstufe und das Ende der Schulzeit verfassen, den wir in zwei Jahren mit unserem Abiturzeugnis zurückerhalten werden. Ich freue mich jetzt schon darauf, den Brief in zwei Jahren zu lesen. Die Orientierungstage waren ein gelungener Einstieg in die 12. Jahrgangsstufe, denn wir konnten unsere Mitschülerinnen und Mitschüler, aber auch uns selbst besser kennenlernen, hatten gemeinsam viel Spaß und wuchsen auch als Jahrgangsstufe mehr zusammen. Zudem gewannen wir neue Eindrücke und Informationen für unser zukünftiges Leben und unseren Beruf. Vor allem die Workshops aber auch der gemeinsame Austausch in den ABO-Gruppen und mit unseren Freunden waren dabei sehr hilfreich. Die Orientierungstage waren eine schöne und gewinnbringende Erfahrung mit der gesamten Jahrgangsstufe.