Kultur – Unser Programm
Erinnerungskultur, Demokratieerziehung, Interkultureller Austausch, Interreligiöse Begegnung, Kunst, Literatur, Musik, Musiktheater, Theater.
Berichte
Unterstufentheater
Theateraufführungen der Unterstufentheatergruppe
Die Unterstufentheatergruppe schreibt und entwickelt ihre Theaterstücke stets selbst. Dabei werden immer die Talente, Interessen und Besonderheiten der Schauspielerinnen und Schauspieler berücksichtigt. Im Zentrum steht die prozessorientierte kreative Teamarbeit, die es ermöglicht, dass am Ende ein neues Theaterstück, das noch niemand gesehen hat, auf die Bühne gebracht werden kann.
REAL FACES (September 23)
Gleich zu Beginn des Schuljahres 2023/24 brachte die Theatergruppe ein selbst geschriebenes und selbst entwickeltes Stück auf die Bühne, in dem verschiedene Facetten des Themas „Freundschaft“ beleuchtet wurden, beispielsweise die Rolle der sozialen Medien bei der Entstehung oder beim Zerbrechen von Freundschaften, die Kommunikation zwischen Freunden in Chatgruppen, die Bedeutung der Freundschaft bei der Bewältigung von Konfliktsituationen oder von Situationen, die Angst einflößen können und die Suche nach der eigenen Identität im Spannungsfeld zwischen Eltern und Freundeskreis. Miteinander verknüpft waren die einzelnen Szenen durch das Leitmotiv der Maske: Wer wahre Freundschaft erlebt, wird dazu ermutigt, seine Maske(n) abzunehmen und sein wahres Gesicht zu zeigen. So erklärt sich auch der Titel des Stücks „Real faces“.
SPIELRÄUME (September 2024)
Schachfiguren, die nicht mehr nur verschoben werden, sondern selbst frei agieren wollen und deshalb lebendig werden, Mensch-ärgere-dich-nicht-Figuren, die vor Wut und Schadenfreude fast platzen, eine Lottomischmaschine, die nicht mehr Schicksal spielen will und deshalb keine Kugeln mehr herausrückt, Computerspiele, die Realität werden… solch Ungewöhnliches war im Theaterstück „Spielräume“ zu sehen.
Auch das Publikum blieb nicht „verschont“, denn immer wieder wurde die sogenannte vierte Wand durchbrochen, was bedeutet, dass die unsichtbare Wand, die normalerweise zwischen Publikum und Bühnenraum besteht, des Öfteren ignoriert wurde. Der Spiel-Raum wurde also erweitert: Lehrer wurden auf die Bühne geholt, denen die Zukunft vorhergesagt wurde oder ein Zuschauer wurde schnell zum König in einer Schachpartie erklärt, dann aber schachmatt gesetzt. Nicht immer war klar, wo das Spiel endet und das „echte“ Leben beginnt.
Eingebettet waren diese Spielszenen in eine Grundszene, die immer neu variiert wurde: Menschen nehmen zufällig – ist es wirklich ein Zufall? – die gleiche Straßenbahn und minimale Veränderungen führen dazu, dass die Handlung jeweils einen ganz anderen Fortgang nimmt: Was passiert, wenn eine der Figuren die Straßenbahn verpasst? Was geschieht, wenn jemand den Mut hat, einen Fahrgast anzusprechen, anstatt alle nur schweigend anzustarren? Was passiert, wenn die Straßenbahn abrupt bremsen muss und ein Fahrgast einem anderen zu-fällt?
Damit nicht genug: alle Szenen – die mehrmals variierte Grundszene und die Spielszenen – wurden noch einmal eingebettet in eine mise an abyme: ein Spiel im Spiel, ein Theater im Theater. Federführend war ein Regisseur, der die Grundszene immer wieder neu spielen ließ, weil er mit den Schauspielern nie zufrieden war. Dabei wird ihm klar, dass ihm die Handlung immer mehr entgleitet, weil Schauspieler und Spielfiguren zunehmend ein Eigenleben entwickeln.
So bleiben beim Zuschauer am Ende einige Frage im Raum stehen: Wer führt hier eigentlich Regie? Bin ich der Regisseur in meinem Leben? Was kann ich (nicht) ändern? Wo eröffnen sich für mich Spielräume?
FREMDE (September 2025)
Dieses Stück wurde gemeinsam mit dem Wahlkurs „Von der Idee zur Inszenierung“ entwickelt.
Aus Angst vor den Fremden hätte es in diesem Stück beinahe Krieg gegeben – wären nicht zwei Kinder, gespielt von Zwillingsschwestern, versehentlich vertauscht worden. Die Idee für dieses Stück entstand im Übrigen auch aufgrund der Tatsache, dass mehrsprachige Zwillinge in der Theatergruppe waren.
Das Stück ermutigte dazu, auf Fremde zuzugehen und zu erkennen, dass alle Menschen im Grunde genommen eine sehr ähnliche Vorstellung von einem glücklichen Leben in Harmonie und Frieden haben.
Das Besondere am Aufbau des Stücks war, dass zu Beginn die Szenen jeweils gedoppelt wurden und parallel gesetzt waren: eine Gruppe spielte nur in deutscher Sprache, die andere Gruppe wiederholte die Szenen, aber in einem Sprachenmix aus Englisch, Russisch, Ungarisch, Italienisch und Französisch. Da das Publikum dieselbe Szene schon einmal gesehen hatte, verstand es das Wesentliche, auch wenn manche der Sprachen für die einzelnen Zuschauer fremd klangen.
Ab einer Begegnung im Wald zwischen den Kindern wurden die Szenen auch im Dienst der Dramaturgie, nicht mehr gedoppelt. Die Kinder freundeten sich an und lernten sich gegenseitig Sätze in der Sprache des Anderen: „Du bist meine Freundin.“ Sie verstanden sich – im doppelten Sinn des Wortes: Das Erlernen einer neuen Sprache öffnet das Tor zu einer spannenden neuen Welt.
Insgesamt wurde im Stück eine positive Gesellschaftsutopie entwickelt, die die Möglichkeit zur friedlichen Konfliktlösung in Aussicht stellt. Deshalb gab es im Stück Pia Uto – eine nahezu allegorische Figur, die diese Utopie auf der Bühne Gestalt werden ließ.

Musiktheater / GAB STAGE COMPANY
Theater, Tanz, Musik und Akrobatik haben am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium eine sehr lange Tradition. Mal stärker vom Schauspiel, mal von der Musik, mal eher vom Tanz herkommend entwickelten Lehrkräfte aus der reizvollen Verbindung dieser künstlerischen Sparten immer wieder verschiedenartige Bühnenproduktionen. Im Vordergrund stand es dabei immer, unsere künstlerisch vielseitig begabten und
interessierten Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fordern und zu fördern und sie mit einem künstlerisch-ganzheitlichen Ansatz künstlerisch, emotional, sozial, motorisch und kognitiv in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Unter dem Namen „Gab Stage Company“ schließen sich seit 2024 diejenigen kreativen Köpfe des Gymnasiums zusammen, die – in offener und wechselnder Besetzung – größere Bühnenproduktionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik und Akrobatik verantworten und zu dem Zeitpunkt bereits auf eine Reihe sehr erfolgreicher Inszenierungen zurückblicken können.
DRACULA (2026)
Tanz – Theater – Musik – Akrobatik
*in Planung für Juli 2026*
DER STURM (2025)
Tanz- Theater – Musik – Akrobatik

Merkur vom 17.10.24
SZ vom 10.10.24
Musical WEST SIDE STORY (2023)
Kooperationsprojekt mit der Sing- und Musikschule Bad Tölz anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Gymnasiums

Süddeutsche Zeitung 14.10.22
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/bad-toelz-gabriel-von-seidl-gymnasium-west-side-story-musikschule-bad-toelz-1.5674225
Realschule Penzberg Homepage 31.1.2023
https://www.realschule-penzberg.de/2023/01/31/besuch-der-premiere-des-musicals-west-side-story-am-gabriel-von-seidl-gymnasium-bad-toelz-am-27-01-2023/
Süddeutsche Zeitung 29.1.2023
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/west-side-story-bad-toelz-gabriel-von-seidl-gymnasium-1.5741142
Merkur 29.1.2023
https://www.br.de/nachrichten/bayern/west-side-story-schulspektakel-mit-landrat-und-orchester,TU1iRwz
Kulturvision 27.1.2023
https://www.kulturvision-aktuell.de/west-side-story-bad-toelz-2022/
BR Klassik 25.1.2023
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/west-side-story-bad-toelz-100.html
Süddeutsche Zeitung 22.1.2023
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/bad-toelz-west-side-story-gabriel-von-seidl-gymnasium-toelzer-musikschule-1.5736895
Merkur 17.1.2023
https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/bad-toelz-ort28297/west-side-story-auf-toelzer-art-92032461.html
Kulturvision 8.2.2023
https://www.kulturvision-aktuell.de/west-side-story-bad-toelz-2023/
KRABAT (2019)
Tanz-Theater-Musik-Akrobatik in Kooperation der der Sing- und Musikschule Bad Tölz

Süddeutsche Zeitung 18.7.2019
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/auffuehrung-in-bad-toelz-schwarze-magie-im-koselbruch-1.4530888
Tölzer Merkur 19.7.2019
https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/bad-toelz-ort28297/ausverkaufte-premiere-krabat-im-kurhaus-tosender-applaus-fuer-jungen-darsteller-12834870.html
HEXENMEISTER (2018)
Tanz-Theater-Musik-Akrobatik in Kooperation der der Sing- und Musikschule Bad Tölz

Süddeutsche Zeitung 26.7.2018
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/gabriel-von-seidl-gymnasium-ambitioniert-1.4070875
Musical ANATEVKA (2017)
Kooperationsprojekt mit der Sing- und Musikschule Bad Tölz anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der Musikschule

Süddeutsche Zeitung 16.3.2017
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/bad-toelz-ganz-grosses-theater-1.3423335
Faust-Aufführung
Immer wieder lädt die Fachschaft Deutsch die zwei Bozener Schauspieler Peter Schorn und Georg Kaser kurz vor dem Deutsch-Abitur an unsere Schule ein, um die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten auf die nahenden Abschlussprüfungen einzustimmen.

Teilweise fandt die Veranstaltung abends stattfand, so dass auch Eltern und sowie das Kollegium die Möglichkeit hatten, diese erfrischend-kurzweilige und zeitgemäße Inszenierung von Goethes dramaturgischem Hauptwerk zu erleben.
Ein herzlicher Dank geht an den Förderverein, der uns immer wieder finanziell unterstützte.
Julia Rau, Margit Mayrock
Erinnerungsorte
Gedenkstätte Dachau
Die 9. Jahrgangsstufe besucht im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Gedenkstätte Dachau und wird dort von ausgebildeten Kollegen und Kolleginnen des Effner-Gymnasiums vor Ort begleitet. Diese Fahrt wird im Geschichtsunterricht vor- und nachbereitet.
Besuch des Erinnerungsorts „Badehaus“ in Waldram
Die 11. Klassen besuchen den Erinnerungsort „Badehaus“ in Waldram, diese Exkursion korrespondiert mit dm Lehrplanbereich der 11. Jahrgangsstufe „Geschichte erinnern“ und „Migration“.
Ab 1940 wurde der Ort NS-Siedlung für deutsche Rüstungsarbeiter, ab 1945 Rettungsort für Überlebende des KZ-Todesmarsches und Fluchtpunkt für jüdische Displaced Persons und ab 1956 neue Heimstätte für katholische Heimatvertriebene. Die Dauerausstellung stellt diese Zeitabschnitte eindrucksvoll dar.
Berlin
Im Rahmen der Berlinfahrt der 10. Klassen lernen die Schüler und Schülerinnen auch viele Facetten des geschichtlichen Berlins kennen. Berlin ist reich an historischen Orten, die die Stadt zu einem lebendigen Museum der Geschichte gemacht haben. U.a. Brandenburger Tor, Reichstag, Holocaust-Denkmal, Denkmal für Sinti und Roma, Berliner Mauer…

Zeitzeugengespräche
Bereichernd und nachhaltig sind die Besuche von Zeitzeugen, welche die Vergangenheit greifbar und unvergesslich machen.
Projektorientierte Gedenkarbeit
„Projektorientierte Gedenkarbeit“ (Rau/Bittner)
(Allgemeine Beschreibung:) Über den regelmäßigen Besuch von Erinnerungsorten hinaus gibt es am GvSG auch einige fächerübergreifende Projekte zur Gedenkarbeit. Ziel ist es, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mit den Schwerpunkten „Lokalgeschichte“ und „biographisches Arbeiten“ (z.B. Gespräche mit Zeitzeuginnen/Zeitzeugen) aktiv wachzuhalten und dabei einen Beitrag zur Demokratiebildung (LINK!) unserer Schülerinnen und Schüler zu leisten. Die Vernetzung mit externen Partnerinnen und Partnern ist uns dabei besonders wichtig.

(vergangene Projekte):
P-Seminar D/G (Rau/Bittner) im Schuljahr 2023/24: Spielfilm „Zwischen den Fronten – Tölz 1945“
Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminares 2023/2024 produzierten nach Recherche im Stadtarchiv Bad Tölz sowie nach Lektüre einschlägiger Fachliteratur zur NS-Geschichte der Stadt eigenständig und orientiert an einem Projektablaufplan den kurzen Spielfilm „Zwischen den Fronten – Tölz 1945“. Wesentliche Meilensteine und Inhalte waren dabei: Entwicklung des Plots und Drehbuchs, Regie, Kameraführung, Schauspiel, Vertonung, Schnitt und Postproduktion sowie Marketing und Filmpräsentation mit anschließender Podiumsdiskussion im Capitol Theater Bad Tölz vor rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauern. Weitere Filmvorführungen u.a. am Nachbargymnasium folgten. Die Teilnahme am Workshop „Das filmende Klassenzimmer“ in den Bavaria Filmstudios München sowie der Besuch mehrerer lokalhistorischer Veranstaltungen begleiteten die fortlaufende Arbeit am Film. Externe Partner des Projektes waren der historische Verein Bad Tölz, das Capitol Theater Bad Tölz sowie das Kreisbildungswerk. Der Film wurde bereits mehrfach an anderen Schulen präsentiert, u.a. in Kooperation mit der Jugendsiedlung Hochland.
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=jvw_p6eJzVA
P-Seminar G/D (Bittner/Rau) im Schuljahr 2024/25: Dokumentationsfilm „Bad Tölz in der NS-Zeit. Orte, Namen, Schicksale“
Im Schuljahr 2024/25 beschäftigte sich das Projektseminar Deutsch/Geschichte des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums (GvSG) Bad Tölz intensiv mit der Geschichte der Stadt Bad Tölz in der NS-Zeit. Hierzu recherchierten die Schülerinnen und Schüler im Stadtarchiv zu verschiedenen Bereichen, führten Interviews mit Zeitzeugen sowie einem Historiker und stellten schließlich alle Puzzleteile zu einem Film zusammen.
Dieser umfasst aufgrund der vom GvSG am 30.04.2025 durchgeführten Ge(h)denkveranstaltung in Erinnerung an den zu dem Zeitpunkt 80 Jahre zurückliegenden Todesmarsch auch Beiträge zu den Ereignissen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Beendigung dieses Leidenswegs durch die soge-nannten Nisei, amerikanische Soldaten japanischer Herkunft, am 2. Mai 1945 fand somit ebenfalls noch Eingang in diesen Film. Entstanden ist eine Dokumentation, die – freilich ohne Anspruch auf Vollständigkeit – einzelne Schlaglichter auf Orte, Namen und Schicksale in Bad Tölz wirft.
Der Film wurde im Rahmen der durch das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen und den Volks-bund deutscher Kriegsgräberfürsorge initiierten Veranstaltungsreihe zum 80-jährigen Kriegsende im Juli 2025 in Bad Tölz präsentiert.
Übersicht über die Kapitel im Film:
1. Der Sportplatz des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums (Versammlungsort der HJ)
2. Die Kaserne (SS-Junkerschule, Flintkaserne, General Patton)
3. Die Stollreitherpromenade (Bürgermeister Stollreither)
4. Das „Haus am Park“ (das Parkhotel und das Schicksal der Familie Hellmann)
5. Die Marktstraße (das Schicksal der Familie Sandbank)
6. Das Todesmarsch-Mahnmal (die letzten Kriegstage in Bad Tölz und die Befreiung der Todesmarsch-Opfer durch die Nisei/amerikanische Soldaten in Waakirchen)
Ganz besonders möchten wir uns bei unseren Zeitzeugen Lore Müller, Klaus Krug, Abba Naor sowie dem Historiker Christoph Schnitzer für ihre Unterstützung bedanken.
Link zum Film: https://youtu.be/ZsrAYyrPdlQ
Ge(h)denken in Erinnerung an den Todesmarsch am 30.4.2025:

Podcast-Beitrag der Schülerzeitungsredaktion Seidl-Sound zum „80-jährigen Kriegsende in Bad Tölz“
https://open.spotify.com/show/0HASLP1fHhlSjuhMNiDnzU
Juli 2025: Podcast zum Thema
„80 Jahre Kriegsende in Bad Tölz – gemeinsam gedenken und handeln“
• Einstieg ins Thema
• Umfrage unter 11. Klässlern: 80 Jahre Kriegsende – über die Bedeutung des Erinnerns
• Historischer Rückblick: Bad Tölz in der Zeit des Nationalsozialismus
• Interview mit Christoph Schnitzer, Historiker und Journalist
• Gespräch mit den Schülersprechern Kilian, Aviva, Moritz:
80 Jahre Kriegsende – wie können wir unsere Demokratie schützen?
• Worte von Abba Naor beim Ge(h)denken (30.4.25)
• Interview mit Abba Naor, Holocaust-Überlebender und
Todesmarsch-Betroffener
• Lehrkräfte-Quiz: Wer spricht denn da?
• Abschluss
SPEZIAL: Nachgespräch über die Ge(h)denkveranstaltung am 30.4.25
im Vertiefungskurs Deutsch mit Theresa, Kathrin, Luisa und Frau Rau.
https://open.spotify.com/episode/0OGRM9bRi0JjPkzIf9b4gC
Pflanzaktion des Korbiniansapfels im Schuljahr 2025/2026:

Am 8. Oktober versammelten wir uns mit einer Vielzahl von Vertreter/-innen aus der SMV, der Lehrerschaft, dem Elternbeirat sowie Vertretern von Stadt und Landratsamt im Pausenhof des GvSG und pflanzten in einer sehr würdigen Feier den Korbiniansapfel als „Nachfahren“ des im KZ Dachau gezüchteten Apfels „KZ 3“. Dieser war durch den dort wegen seiner kritischen Haltung zum Nationalsozialismus inhaftierten katholischen Priesters Korbinian Aigner, aus Hohenbercha dort heimlich gezüchtet und hinausgeschmuggelt worden. Als Initiator der Pflanzung von insgesamt 15 Apfelbäumen in unserer Gegend hat Herr Herzog unserer Schule nun zu einem hoffnungsfrohen Zeichen der Erinnerung und der Mahnung verholfen.
„Wenn man einen Baum pflanzt, denkt man nicht an heute – man denkt an morgen. Daran, wie der Baum wachsen wird. Und genau darum geht es heute: Dass wir etwas setzen, das bleiben wird, auch wenn wir längst weitergegangen sind.
Vielleicht werden wir nie verstehen, was Menschen wie Korbinian Aigner durchgemacht haben. Aber wir können dafür sorgen, dass ihr Mut nicht umsonst war, dass Menschlichkeit nicht nur ein Wort bleibt, sondern etwas, das man spürt – auf dem Pausenhof, im Klassenzimmer, Zuhause oder auf der Straße. Und wenn dieser Baum wächst, dann wächst mit ihm auch unsere Verantwortung, füreinander einzustehen. Tag für Tag, Blatt für Blatt.
In ein paar Jahren stehen hier neue Schülerinnen und Schüler, die diesen Baum gar nicht mehr be-wusst gepflanzt haben. Aber sie werden seine Früchte sehen. Und vielleicht werden sie sich fragen, wer ihn gesetzt hat – und warum.
Daraufhin wird, hoffen wir, jemand sagen, dass Menschen damals entschieden haben, dass Erinne-ung nicht nur im Kopf bleibt, sondern daraus etwas wachsen soll, das Wurzeln schlägt. Wir haben nicht nur erinnert – wir haben etwas daraus gemacht. “ ((Auszug aus der Rede der Schülersprecher)
Eine Tafel aus Holz erinnert an Korbinian Aigners Leistung und lädt mittels eines QR-Codes dazu ein, sich in einem Actionbound noch näher mit seiner Person zu befassen. https://actionbound.com/bound/korbiniansapfel





























