Kultur – Unser Programm

Erinnerungskultur, Demokratieerziehung, Interkultureller Austausch, Interreligiöse Begegnung, Kunst, Literatur, Musik, Musiktheater, Theater.

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Theater, Tanz, Musik und Akrobatik

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Berichte

Kammermusikabend April 2026

Kammermusikabend 2026

Theater

Musiktheater / GAB STAGE COMPANY

Theater, Tanz, Musik und Akrobatik haben am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium eine sehr lange Tradition. Mal stärker vom Schauspiel, mal von der Musik, mal eher vom Tanz herkommend entwickelten Lehrkräfte aus der reizvollen Verbindung dieser künstlerischen Sparten immer wieder verschiedenartige Bühnenproduktionen. Im Vordergrund stand es dabei immer, unsere künstlerisch vielseitig begabten und
interessierten Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fordern und zu fördern und sie mit einem künstlerisch-ganzheitlichen Ansatz künstlerisch, emotional, sozial, motorisch und kognitiv in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Unter dem Namen „Gab Stage Company“ schließen sich seit 2024 diejenigen kreativen Köpfe des Gymnasiums zusammen, die – in offener und wechselnder Besetzung – größere Bühnenproduktionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik und Akrobatik verantworten und zu dem Zeitpunkt bereits auf eine Reihe sehr erfolgreicher Inszenierungen zurückblicken können.

Tanz – Theater – Musik – Akrobatik

*in Planung für Juli 2026*

Literatur

Immer wieder lädt die Fachschaft Deutsch die zwei Bozener Schauspieler Peter Schorn und Georg Kaser kurz vor dem Deutsch-Abitur an unsere Schule ein, um die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten auf die nahenden Abschlussprüfungen einzustimmen.

Teilweise fandt die Veranstaltung abends stattfand, so dass auch Eltern und sowie das Kollegium die Möglichkeit hatten, diese erfrischend-kurzweilige und zeitgemäße Inszenierung von Goethes dramaturgischem Hauptwerk zu erleben.
Ein herzlicher Dank geht an den Förderverein, der uns immer wieder finanziell unterstützte.
Julia Rau, Margit Mayrock

Interreligiöse Begegnungen

Demokratieerziehung

Erinnerungskultur

Gedenkstätte Dachau
Die 9. Jahrgangsstufe besucht im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Gedenkstätte Dachau und wird dort von ausgebildeten Kollegen und Kolleginnen des Effner-Gymnasiums vor Ort begleitet. Diese Fahrt wird im Geschichtsunterricht vor- und nachbereitet.

Besuch des Erinnerungsorts „Badehaus“ in Waldram
Die 11. Klassen besuchen den Erinnerungsort „Badehaus“ in Waldram, diese Exkursion korrespondiert mit dm Lehrplanbereich der 11. Jahrgangsstufe „Geschichte erinnern“ und „Migration“.
Ab 1940 wurde der Ort NS-Siedlung für deutsche Rüstungsarbeiter, ab 1945 Rettungsort für Überlebende des KZ-Todesmarsches und Fluchtpunkt für jüdische Displaced Persons und ab 1956 neue Heimstätte für katholische Heimatvertriebene. Die Dauerausstellung stellt diese Zeitabschnitte eindrucksvoll dar.

Berlin
Im Rahmen der Berlinfahrt der 10. Klassen lernen die Schüler und Schülerinnen auch viele Facetten des geschichtlichen Berlins kennen. Berlin ist reich an historischen Orten, die die Stadt zu einem lebendigen Museum der Geschichte gemacht haben. U.a. Brandenburger Tor, Reichstag, Holocaust-Denkmal, Denkmal für Sinti und Roma, Berliner Mauer…


Zeitzeugengespräche
Bereichernd und nachhaltig sind die Besuche von Zeitzeugen, welche die Vergangenheit greifbar und unvergesslich machen.

… hier geht´s zur Fachschaft Geschichte

„Projektorientierte Gedenkarbeit“ (Rau/Bittner)
(Allgemeine Beschreibung:) Über den regelmäßigen Besuch von Erinnerungsorten hinaus gibt es am GvSG auch einige fächerübergreifende Projekte zur Gedenkarbeit. Ziel ist es, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus mit den Schwerpunkten „Lokalgeschichte“ und „biographisches Arbeiten“ (z.B. Gespräche mit Zeitzeuginnen/Zeitzeugen) aktiv wachzuhalten und dabei einen Beitrag zur Demokratiebildung (LINK!) unserer Schülerinnen und Schüler zu leisten. Die Vernetzung mit externen Partnerinnen und Partnern ist uns dabei besonders wichtig.

(vergangene Projekte):
P-Seminar D/G (Rau/Bittner) im Schuljahr 2023/24: Spielfilm „Zwischen den Fronten – Tölz 1945“
Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminares 2023/2024 produzierten nach Recherche im Stadtarchiv Bad Tölz sowie nach Lektüre einschlägiger Fachliteratur zur NS-Geschichte der Stadt eigenständig und orientiert an einem Projektablaufplan den kurzen Spielfilm „Zwischen den Fronten – Tölz 1945“. Wesentliche Meilensteine und Inhalte waren dabei: Entwicklung des Plots und Drehbuchs, Regie, Kameraführung, Schauspiel, Vertonung, Schnitt und Postproduktion sowie Marketing und Filmpräsentation mit anschließender Podiumsdiskussion im Capitol Theater Bad Tölz vor rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauern. Weitere Filmvorführungen u.a. am Nachbargymnasium folgten. Die Teilnahme am Workshop „Das filmende Klassenzimmer“ in den Bavaria Filmstudios München sowie der Besuch mehrerer lokalhistorischer Veranstaltungen begleiteten die fortlaufende Arbeit am Film. Externe Partner des Projektes waren der historische Verein Bad Tölz, das Capitol Theater Bad Tölz sowie das Kreisbildungswerk. Der Film wurde bereits mehrfach an anderen Schulen präsentiert, u.a. in Kooperation mit der Jugendsiedlung Hochland.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=jvw_p6eJzVA

P-Seminar G/D (Bittner/Rau) im Schuljahr 2024/25: Dokumentationsfilm „Bad Tölz in der NS-Zeit. Orte, Namen, Schicksale“
Im Schuljahr 2024/25 beschäftigte sich das Projektseminar Deutsch/Geschichte des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums (GvSG) Bad Tölz intensiv mit der Geschichte der Stadt Bad Tölz in der NS-Zeit. Hierzu recherchierten die Schülerinnen und Schüler im Stadtarchiv zu verschiedenen Bereichen, führten Interviews mit Zeitzeugen sowie einem Historiker und stellten schließlich alle Puzzleteile zu einem Film zusammen.
Dieser umfasst aufgrund der vom GvSG am 30.04.2025 durchgeführten Ge(h)denkveranstaltung in Erinnerung an den zu dem Zeitpunkt 80 Jahre zurückliegenden Todesmarsch auch Beiträge zu den Ereignissen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Beendigung dieses Leidenswegs durch die soge-nannten Nisei, amerikanische Soldaten japanischer Herkunft, am 2. Mai 1945 fand somit ebenfalls noch Eingang in diesen Film. Entstanden ist eine Dokumentation, die – freilich ohne Anspruch auf Vollständigkeit – einzelne Schlaglichter auf Orte, Namen und Schicksale in Bad Tölz wirft.
Der Film wurde im Rahmen der durch das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen und den Volks-bund deutscher Kriegsgräberfürsorge initiierten Veranstaltungsreihe zum 80-jährigen Kriegsende im Juli 2025 in Bad Tölz präsentiert.
Übersicht über die Kapitel im Film:
1. Der Sportplatz des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums (Versammlungsort der HJ)
2. Die Kaserne (SS-Junkerschule, Flintkaserne, General Patton)
3. Die Stollreitherpromenade (Bürgermeister Stollreither)
4. Das „Haus am Park“ (das Parkhotel und das Schicksal der Familie Hellmann)
5. Die Marktstraße (das Schicksal der Familie Sandbank)
6. Das Todesmarsch-Mahnmal (die letzten Kriegstage in Bad Tölz und die Befreiung der Todesmarsch-Opfer durch die Nisei/amerikanische Soldaten in Waakirchen)
Ganz besonders möchten wir uns bei unseren Zeitzeugen Lore Müller, Klaus Krug, Abba Naor sowie dem Historiker Christoph Schnitzer für ihre Unterstützung bedanken.
Link zum Film: https://youtu.be/ZsrAYyrPdlQ

Ge(h)denken in Erinnerung an den Todesmarsch am 30.4.2025:

Podcast-Beitrag der Schülerzeitungsredaktion Seidl-Sound zum „80-jährigen Kriegsende in Bad Tölz“
https://open.spotify.com/show/0HASLP1fHhlSjuhMNiDnzU

Juli 2025: Podcast zum Thema
„80 Jahre Kriegsende in Bad Tölz – gemeinsam gedenken und handeln“
• Einstieg ins Thema

• Umfrage unter 11. Klässlern: 80 Jahre Kriegsende – über die Bedeutung des Erinnerns

• Historischer Rückblick: Bad Tölz in der Zeit des Nationalsozialismus

• Interview mit Christoph Schnitzer, Historiker und Journalist

• Gespräch mit den Schülersprechern Kilian, Aviva, Moritz:
80 Jahre Kriegsende – wie können wir unsere Demokratie schützen?

• Worte von Abba Naor beim Ge(h)denken (30.4.25)

• Interview mit Abba Naor, Holocaust-Überlebender und
Todesmarsch-Betroffener

• Lehrkräfte-Quiz: Wer spricht denn da?

• Abschluss
SPEZIAL: Nachgespräch über die Ge(h)denkveranstaltung am 30.4.25
im Vertiefungskurs Deutsch mit Theresa, Kathrin, Luisa und Frau Rau.
https://open.spotify.com/episode/0OGRM9bRi0JjPkzIf9b4gC

Pflanzaktion des Korbiniansapfels im Schuljahr 2025/2026:

Am 8. Oktober versammelten wir uns mit einer Vielzahl von Vertreter/-innen aus der SMV, der Lehrerschaft, dem Elternbeirat sowie Vertretern von Stadt und Landratsamt im Pausenhof des GvSG und pflanzten in einer sehr würdigen Feier den Korbiniansapfel als „Nachfahren“ des im KZ Dachau gezüchteten Apfels „KZ 3“. Dieser war durch den dort wegen seiner kritischen Haltung zum Nationalsozialismus inhaftierten katholischen Priesters Korbinian Aigner, aus Hohenbercha dort heimlich gezüchtet und hinausgeschmuggelt worden. Als Initiator der Pflanzung von insgesamt 15 Apfelbäumen in unserer Gegend hat Herr Herzog unserer Schule nun zu einem hoffnungsfrohen Zeichen der Erinnerung und der Mahnung verholfen.
„Wenn man einen Baum pflanzt, denkt man nicht an heute – man denkt an morgen. Daran, wie der Baum wachsen wird. Und genau darum geht es heute: Dass wir etwas setzen, das bleiben wird, auch wenn wir längst weitergegangen sind.
Vielleicht werden wir nie verstehen, was Menschen wie Korbinian Aigner durchgemacht haben. Aber wir können dafür sorgen, dass ihr Mut nicht umsonst war, dass Menschlichkeit nicht nur ein Wort bleibt, sondern etwas, das man spürt – auf dem Pausenhof, im Klassenzimmer, Zuhause oder auf der Straße. Und wenn dieser Baum wächst, dann wächst mit ihm auch unsere Verantwortung, füreinander einzustehen. Tag für Tag, Blatt für Blatt.
In ein paar Jahren stehen hier neue Schülerinnen und Schüler, die diesen Baum gar nicht mehr be-wusst gepflanzt haben. Aber sie werden seine Früchte sehen. Und vielleicht werden sie sich fragen, wer ihn gesetzt hat – und warum.
Daraufhin wird, hoffen wir, jemand sagen, dass Menschen damals entschieden haben, dass Erinne-ung nicht nur im Kopf bleibt, sondern daraus etwas wachsen soll, das Wurzeln schlägt. Wir haben nicht nur erinnert – wir haben etwas daraus gemacht. “ ((Auszug aus der Rede der Schülersprecher)
Eine Tafel aus Holz erinnert an Korbinian Aigners Leistung und lädt mittels eines QR-Codes dazu ein, sich in einem Actionbound noch näher mit seiner Person zu befassen. https://actionbound.com/bound/korbiniansapfel